Atmen und der Sprung

„… man ändert seine Ideen, so wie man atmet: besetzen / Besetzung zurücknehmen / neu besetzen, das ist im Grunde das Pochen des Verstandes, insofern es ein begehrendes ist; nur als liebender / seine Liebe zurückziehender vermag der VERSTAND (übrigens ein Proustscher Begriff) sein Begehren zu zeigen, da sein Gegenstand keine Form ist und nicht fetischisiert werden kann …“ -Roland Barthes, Die Vorbereitung des Romans

In meinem Gedicht mit den Mährischen Volksliedern ging es, wie ich denke, um etwas, wie das. Ich denke, dass in der Liebe es intrinsisch ist. Sonst ist ein Sprung da im Alltag und im Nachdenken. Nichts wird in fließender Bewegung aus sich selbst heraus geschehen, getan werden vielmehr. Es ist ein Sprung eben da, ganz so ist es, wie ich das sehe. Das Zitat von Barthes beschäftigt mich gerade. Spannend mit der Form und dem Fetischisieren vielleicht und dem Atmen vor allem aber auch. Dem Verstand vor allem aber auch.