Sedimente, organische

Ich schreibe an einem zweiten Roman. Der Arbeitstitel, er wurde schon geändert von „Blütenstaubsaugen“ zu „Jade“. Dann nochmal. Zu „Sedimente“, und Jade, das erinnerte an Blätter. Die Blätter eines Eukalyptus‘ im Winter. In eben diesem Grün. Auch im Frühjahr. Im Sommer, im Herbst. Sie singen, obwohl sie … Sie klingen, obwohl sie … Sie sind nicht mehr rot. Grün sind sie. Tschüs, Ahorn, Jade ist nun. Die Blätter leben. Leben durchgängig. Ich durchtränk sie, auch den Roman, mit meiner Liebe, dachte ich. Wo sie ist, ist der Roman. Ich habe ein Buch bestellt, „Die Vorbereitung des Romans“ von Roland Barthes; ich, das ist so streng persönlich. „Sedimente“ wird aber, so denk ich es, eher locker persönlich, es lagert sich sedimentartig ab. Kann sich wieder in etwas niederschlagen. Nicht immer nur verkümmernd oder – gleich erloschen. Der entschiedene Titel noch einmal anders später. Ein Gefühl dazu gibt es schon.