Kategorien
Die Adern der Weben, der Fäden - im Sinken runter, bis ganz dort hin

Das ist ganz lustig. In der Vorlesung, in der Barthes beginnt, über das Notieren von Ideen zu denken, empfinde ich etwas als fast nicht erwähnenswert (weil es ja eigentlich klar ist), und irgendwie, aber doch – sehr erwähnenswert (weil es so wichtig ist). „Wie weit muss man beim Notieren ins Mikroskopische hinunter? Wir haben das am Haiku betrachtet, das bis zum Kleinsten hinabsteigt. – Doch wohlgemerkt: Um das Winzige einzufangen, ist man nicht zur kleinen Form verpflichtet -> Manchmal ist viel Sprache nötig, um eine Kraft der Zerlegung (Zerlegbarkeit) wiederzugeben.“

Und noch etwas ist ganz lustig. Wir notier(t)en unsere Ideen sehr ähnlich. Barthes hatte ein Notizbuch, in das er Stichworte der Ideen gab im Laufe der Zeit immer so weg, wenn lange nichts reinkam, hätte er sich trocken gefühlt. Am nächsten Tag übertrug er, was dann da war, ausgeschrieben auf Karteikarte(n). Ich tu das ins Handy in „Notizen“, nutze auch Stichworte, und übertrage irgendwann, wenn Zeit ist, in ein Worddokument, dann auch einmal ausgeschrieben (die ausgeschriebene Version kann je nach Stück, wo ich es dann vielleicht verwende, aber noch mal geändert werden). Auch unsere Empfindungen bei alldem ähnlich.