zu Monstern

Können sie bereuen? Es wieder gut machen? Gott um Gnade ersuchen? Sie bekommen. Das, und alles das, das geht nicht. Nicht einmal ein Ersuch kann passieren, dafür ist nicht diese Welt, die eine Zeit nicht war, und da riss ein Loch in den Tag und es wurde nicht mehr Nacht und es wurde nicht mehr Tag, Riss nur, und die Zeit wurde zur zähen Masse, an den Waden der Schuldigen. Zu Monstern und es ist ihnen besiegelt. Zu Greisen, zu Angeklagten, und dann? Kann? Was soll das Gleiche sein, ihnen auferlegt, zu was soll es führen, da alle schon tot … Doch ist keine Alternative. Es geht gen 0. Und was ihnen nicht geht, geht anderen.

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Fortsetzung folgt …

Alfred punktet. Mit einem Zahnarztbohrer klitzekleine Löcher ans Lærliôur, drittes Glied, eines Spinnenbeines einer Spinne, die einen Meter misst. Nach Reykjavík soll die. Das Naturkundemuseum dort. In Garðabær, Vorort von Reykjavík, steht das Naturkundemuseum Islands, und dort-, haargenau dorthin, soll die Agelenidae, die – Trichterspinne.

Alfred trägt ein langärmeliges Shirt, hochgerafft an den Armen, er ist noch viel behaarter, als die Spinne es werden soll, es sind schwarze ihrer, der Haare, Bär.

Sibyll macht in der Küche nebenan Rüblikuchen mit Sahne. Dazu gibt es Wirsing, kräftig gewürzt und Klöße, die sie braten will mit Butter. Alfred hat nen riesen Hunger, wenn er von der Arbeit pausiert, die er immer lange macht, die Arbeit, zu lange, die Passion für ihn ist.

Und so steht da Alfred, über ihm ein Schwertfisch aus Gips, an der Wand; er, nein, angelt nicht, nur lustig, das fand er das. Um ihn geschart Gläser mit Insekten, viele Bücher, FJÖLRIT NÁTTÚRUFRӔÐISTOFNUNAR 31, Íslenskar köngulær von Ingi Agnarsson ist aufgeschlagen, Spinnen darin.

Ich rauche jetzt meine letzte Zigarette. Das denkt Alfred. Und ist sie es? Er rennt erstmal zu Sibyll. Sibyll, Sibyll! Alfred, ja, Alfred, jaaa, Alfred, was! Ich möchte nicht mehr rauchen. Warum nicht? Rauchte nicht Roland Barthes?! Raucht nicht Dr. Rubinstein?! Ich werde eine Geschichte schreiben, in der einer ist, der wie er ist, und eine ist, die wie sie ist, und sie werden sicher rauchen. Auch ich mag Rauchen. Aber sieh, wir kaufen die billigsten Zigaretten. Was könnten wir tun mit dem Geld, und mit meiner Gesundheit, noch dazu! Rauchen, das war, mir hat nichts mehr gefehlt. Ich habe mich vollständig gefühlt wie nie. Aber das muss anders gehen, mir ist es es nicht mehr wert, den Arm anzuheben, um eine Schachtel zu nehmen, sie herausgleiten zu lassen, sie hereingleiten zu lassen, und dich dann zu küssen, ach! Nö. Und wenn es drei Anläufe braucht, dann braucht es drei, und aber es braucht 30. Es fliegen da zum einen die Nikotinpflaster ab, wenn Alfred schwitzt.

Er hatte zwei rauchfreie Tage. Am dritten schwitzte er und die Pflaster glitten ab und ab, ließen zurück rauchend Alfred. Also! Ohne. Und nach 22 Stunden genau wurde er gereizt, nach 23, da fiel er ins Delirium, in welches, also warum, das weiß niemand, aber er fällt, und auch das zweite und das dritte Mal beim kalten Entzug, hinein! Nach 23 Stunden. Heraus bugsiert ihn immer eine Zigarette.

Es ist, es sind, nun die Tabletten dran, die zum Lutschen. Doch sind die scharf, und sind die eklig. Alfred wird aufgerieben und verzweifelt.

Ein Produkt hat die Marke noch, Spray, ein Sprühstoß eine Goldfield Red! Und am ersten Tag benötigt er sieben Stöße, am nächsten acht, dann einen gar keinen, und dann wieder zwei, am vierten Tag. Ein wenig ists, als fehle der Boden unter den Füßen. Auch der Kaffee schmeckt nicht. Und so legt Alfred sich aufs Bett, mit einer goldenen Milch auf dem Nachttisch, und lässt die Füße baumeln und will zwar immer noch eine rauchen, tuts aber nicht.

Unbenannt

Die Welt ändert sich “dadurch” nicht? Seine eigene sich sehr wohl, man entscheidet, so zu leben, wie man ist, auch wenn man dann hingerichtet wird. Und die eigene Welt ist aber durchdringend mit der anderen, und wird haushoch, und da geschieht es auch; jeder, der schon einmal so etwas hatte, wird das wissen. Es geschieht.

Oscar Wilde: “Wer nicht auf seine Weise denkt, denkt überhaupt nicht.”

Heul

Ich habe mich heute ganz entschieden, Cello zu spielen. Ich möchte dies in der Musikschule lernen. Ich habe das Gefühl, dass das Cello etwas ist, das zu mir gehört. Man kann auch klasse zum Cello singen oder hauchen, finde ich. Auch das möchte ich. Mir ist grad festlich zumute, und minimalistisch, wie ich es sonst in der Kirche habe.

Unbenannt

Wenn etwas da ist, ist es entweder dort oder nur ein Vorhandensein, wo auch immer. Ist etwas hier, so ist es vorhanden und an der besten Stelle, so es etwas Gutes oder sogar Essentielles ist. Drum ist nicht der Anfang meines Namens vorzuziehen. Das Hier ist es, und ein Gedicht ist, glaube ich, immer auch hier, wenn es denn da, vorhanden ist, und man könnte meinen, wenn das, was man erwartet, nicht gedichtlich da ist, ist es immer etwas anderes, was man gerade auf dem Herzen hat! Doch ich denke, das ist nicht so.